HIER KONNTEN WIR HELFEN

Der Kangal …Es geschah Ende 2009 … Roswitha wurde außerhalb von Aksu (das ist der Vorort von Antalya, in dem sie wohnt) von einer Bäuerin angesprochen. Sie hatte mal eine Hündin für ihre Herde Kühe, natürlich nicht kastriert … Jetzt hat sie 15 Hunde, teils frei, teils an der Kette. Die an der Kette sind die bissigen. Wenigstens etwas gefüttert werden sie.

Eingewachsener Strick
Dieser Kangal, knapp 1 Jahr alt, hatte sich mit seinem Strick
losgerissen, den er wohl als junger Hund umgebunden bekommen hatte. Die Bäuerin erzählte Roswitha, dass sie einen Beamten der Stadt geholt hat, der dann wohl den eingewachsenen Strick entfernt und dem Hund eine Spritze gegeben hat. Das war die ganze Behandlung. Als sich das Ganze dann entzündet hat, wurde Roswitha geholt.

Besuch beim Tierarzt
Gemeinsam mit einem Nachbarn wurde der Hund ins Auto gepackt und zur Praxis von Osman Incecara
nach Alanya gefahren (es sah wohl doch schon etwas ernster aus). Nun hat Osmans Helfer eine Bisswunde mehr … Osman hat den Hund so gut es ging behandelt, nähen ging auf Grund der Grösse der Wunde nicht. Während der Behandlung wurde
der Kerl in Alanya in Osmans Nähe in einer Pension untergebracht und bekam täglich Beruhigungsmittel, damit man seine Wunde überhaupt versorgen konnte. Er befindet sich aber auf dem Weg der Besserung und darf bald zurück zu seiner Herde, dann mit Halsband und hoffentlich keiner Kette mehr.

Kastration der anderen Hundedamen
Zwischenzeitlich sind 6 von den 7 Hundedamen kastriert worden, Nr. 7 war kurz vor der Geburt, da ist dann neues Elend vorprogrammiert. Aber laut der Bäuerin kommen ja eh nicht viele durch …

Nach einer Weile durfte der Kangal wieder nach Antalya fahren und wurde noch eine ganze Weile von Roswitha versorgt. Es war nicht einfach sein Vertrauen zu gewinnen, aber Roswitha hat es geschafft und so ist Duman (so heisst der grosse Kerl) wieder vollständig gesund geworden.

Zurück nach Hause
Er durfte dann auch wieder zurück. Es wurde lange überlegt, ob das für ihn die beste Lösung ist und ob eventuell die Gefahr besteht, dass er wieder an die Kette gelegt wird. Aber dieser Hund ist nicht für ein Leben im Haus geeignet; wir wollten ihm seine Freiheit nicht nehmen. So zog er wieder zurück, bewachte das Grundstück (ohne Kette) und Roswitha besucht ihn regelmässig und spricht mit den Bauern. Es ist ihr sehr wichtig, dass sie die Nachbarn beraten kann und doch immer wieder ihre Vorschläge, wenn auch sehr langsam, umgesetzt werden.

Im April habe ich Duman besucht, als er Roswitha sah, kam er gleich an die Grundstücksgrenze. Ich durfte nicht aufs Grundstück, er macht einen guten Job und ist auch wirklich ein imposanter Kerl, der jetzt endlich ein fast artgerechtes Leben führt.